Das Shield Tablet von Nvidia: Top oder Flop?

Die Zeit, zu der Nvidia nur für Grafikkarten bekannt war, ist längst vorbei. Vor geraumer Zeit hat das kalifornische Unternehmen die erste mobile Android-Konsole namens Shield-Handheld veröffentlicht, die derzeit jedoch nur in den USA verkauft wird. Das wird sich allerdings ändern. Denn das neue ab August erhältliche Tablet der Produktreihe Shield ist seit diesem Monat auch hierzulande erhältlich.

Anspruchsvollen Anwendungen hält das Tablet Stand

Da das Tablet mit einem Tegra-K1-Prozessor verbaut ist, wird das neue Aushängeschild der Shield-Familie auch anspruchsvollen Anwendungen problemlos gerecht. Eine in das Gerät integrierte Unreal-Engine-4-Grafikdemo ist ein weiteres Merkmal der Android-Konsole, das wichtige Überzeugungsarbeit leistet. Im Gegensatz dazu besteht bei der Speicherkapazität von zwei GB RAM durchaus noch etwas Verbesserungsbedarf. Diese verhältnismäßig geringe Speicherkapazität könnte Spiele, die ein Maximum an Hardware benötigen, vermutlich vor Probleme stellen. Als Pluspunkt erweisen sich hingegen die zwei Kameras mit jeweils fünf Megapixeln, die sich auf der vorderen und hinteren Seite der Tablets befinden.

Der Shield-Controller kann sich sehen lassen

Mit seinen 390 Gramm erweist sich das Tablet als Leichtgewicht, dass mit einer Breite von 9,3 Millimetern etwas dicker als das Konkurrenzprodukt iPad Air ist. Allerdings fällt diese ‚Dicke’ nicht ins Gewicht, da die Konsole zum Spielen sowieso auf einen Tisch gestellt wird. Beim Spielen hinterlässt der Shield-Controller dieses Geräts einen bleibenden Eindruck. Vor allem wenn Games wie Portal oder Half-Life 2 gespielt werden, beweist das Eingabegerät im handlichen Format seine Schokoladenseite. Games wie diese wurden schließlich direkt für den Tegra-K1-Chip optimiert und besitzen zahlreiche beeindruckende neue Grafikeffekte. Schön ist es für stolze Besitzer des Tablets, dass diese beiden Valve-Games speziell für den Prozessor optimiert wurden. Praktisch ist ebenfalls, dass sich fehlender Speicherplatz mit wenigen Handgriffen einfach erweitern lässt. Eine MicroSD-Karte genügt und schon ist die Konsole um weitere 128 Gigabyte erweitert.

Der Wert der Konsole steht und fällt mit der Spielauswahl und deren Qualität

Da das Shield Tablet auf dem Android-Betriebssystem basiert, erhalten Konsolebesitzer einen Zugriff auf den Google Play Store. Aktuell stehen damit mehr als 400 Spiele zur Verfügung und rund 120 Titel sind via NVIDIA Gamestream-Funktion vom Rechner direkt auf das Tablet übertragbar. Von Vorteil ist es ebenfalls, dass sich das Tablet mittels HDMI einfach auf den Fernseher übertragen lässt. Danach lässt es sich bequem auf der Couch bei einer Auflösung von 1080p spielen. Da das Tablet nur in Kombination mit einem Controller bedient werden kann, lässt die Mobilität bei diesem Gerät zu wünschen übrig. Beeindruckend ist die Qualität der beiden Valve-Spiele. Allerdings ist es fraglich, ob diese beiden technisch hochwertigen Spiele-Ausnahmen den Preis von bis zu 399 Dollar rechtfertigen.