Gamescom in Köln – Eine hochdynamische Branche im Wandel

Gamescom ist da, wo Microsoft, Sony und Nintendo 2013 wieder aufeinander treffen. Da wird man sich auf die neueste Konsolengeneration freuen dürfen. Sowohl die Xbox 3 als auch die PlayStation 4 dürften bei der Gamescom große Besucherströme anziehen. Es ist wohl schon länger her, dass Modelle opulent kostümiert oder nackt dem Maler als Inspiration für ihre Bilder still da saßen oder standen. Der Maler griff zu Pinsel und Leinwand und malte in Öl. Heute sind Schauspieler die Modelle, bekommen Computersensoren an den Körper geklebt und agieren nach Vorgabe. Ihre Bewegungen werden DV-technisch aufgenommen und dienen dann als Vorlage der programmierten Pixelhelden. Das ist der Weg, auf dem die modernen Helden ihre flüssigen und realistischen Bewegungsabläufe bekommen.

Blockbuster heißen Spiele, die mit einem derart großen Aufwand produziert werden und Lara Croft ist eine ihrer Gallionsfiguren. Angesichts kostenloser Browserspiele schien die Zeit ihrer steigenden Erfolgskurve eigentlich gezählt. Die gesamte Spiele-Branche muss in diesem Jahr weltweit erstmals seit mehr als zehn Jahren leichte Umsatzeinbrüche verbuchen. Da kommt die Gamescom als europäisch größte Fachmesse für Unterhaltung und interaktive Spiele in Köln genau richtig. Zum 5. Mal findet die Messe statt, dieses Jahr am 22. – 25.08. mit einem exklusiven Fachbesucher- und Medientag am 21.08.2013. Hier wird in einem multimedialen Feuerwerk der digitalen Leistungsshow alles gezeigt, was aktuell ist und künftig noch sein wird. Es sind aber nicht nur die aufwendigen Produktionen zu sehen, zumal einer der Trends beim Verbraucher hin zu den kleinen Spielen auf den Smartphones und den Geräten aus dem Hause Apple geht.

Die Zukunft der digitalen Games könnte im “Free to Play-Modell” liegen: Dabei bekommen die Spieler den ersten Zugang zum Spiel umsonst. Erst im Verlauf des Spiels entwickeln sich Wunsch und Bedarf nach besseren Hilfsmitteln, Werkzeugen und Waffen. Diese virtuellen Zusätze kann der Gamer dann gegen echtes Geld einkaufen, um im Spiel besser und schneller voran zu kommen. Auch Peter Moore, Vorstandsmitglied beim Publisher Electronic Arts, sieht einen Wandel in der Branche. Ihm stellen sich zwei mögliche Varianten der Zukunft dar. Entweder zielt ein Anbieter unbeirrt auf die Hardcore-Gamer – dann ist das Geschäft aber auf die 250.000 Spieler beschränkt. Und von denen ist jeder Einzelne statistisch gesehen bereit 15 Dollar pro Monat auszugeben.

Alternativ dazu kann man auch mehrere Millionen Spieler ansprechen, die im Schnitt zwei bis drei Dollar im Monat ausgeben. Daraus ergibt sich eine einfache Rechnung. Das begeisterte Publikum hingegen wird einen Rausch an neuen Games, höheren Auflösungen, fließenderen Bewegungen und viel 3D erleben. Der Besuch der Gamescom ist ein absolutes Muss für jeden Fan und alle jene, die es werden wollen. Medien, Handel und Industrie treffen auf dieser Messe zusammen und bieten neue Entwicklungen, modernste Informationen und die aktuellsten Produkte dar. Da ist für jeden etwas dabei.