Social Games

Übersetzt heißen Social Games ganz einfach „Soziale Spiele“. Diese werden immer online gespielt und sind Browser basiert. Sie werden stets gemeinsam mit Freunden oder anderen Nutzern gespielt. Aus ihren bescheidenen Anfängen haben sich die Social Games deutlich heraus entwickelt. Sie sind zu einem Milliardengeschäft geworden. Die Nutzung selber ist dabei in aller Regel aber vollkommen kostenlos. Zuhause sind diese Spiele auf den etablierten Plattformen sozialer Netzwerke. Dazu zählen allen voran so bekannte Adressen wie die von Facebook und Google+. Dort sprießen sie seit einiger Zeit wie die Pilze zur besten Erntezeit aus dem Boden. Das kann aber niemanden wirklich wundern, denn die so bekannten und beliebten Social Networks basieren ja auf demselben Prinzip. Deren Erfolgsrezept hat einen einfachen Namen: Vernetzung. Statt mit sich selbst und den Kunstfiguren alleine am PC zu sitzen, vernetzt sich die „Generation Facebook“ und „zockt“ gemeinsam mit- oder gegeneinander auf der so vertrauten Plattform. Entwickler können dort Applikationen und eben auch Games anbieten und die Mitglieder haben Zugriff auf „intuitive, soziale Spielerlebnisse.“

Genau genommen, haben die social Games die Spiele an ihren Ursprung zurückgebracht. Man spielt wieder miteinander. Zu Heinz Erhardts Tagen wurde noch gedichtet: „Urahne, Großmutter, Mutter und Kind in dumpfer Stube beisammen sind“. Gut, hier ging es um eine etwas schräge Familie, die ein Gewitter erlebt. Ungeachtet dessen, gab es die sozialen Verbände wie eine Familie, die genau so in der Stube versammelt war – eventuell auch mit Nachbarn oder Freunden – und „spielte“ miteinander. Das Fernsehen machte aus dem Kreis der Familie einen Halbkreis und fühlte sich von einer guten Show am Samstag Abend bestens unterhalten. Tatsächlich wechselten die Familienmitglieder möglicherweise nicht ein echtes Wort miteinander. Das war beim Spielekreis rund um den Tisch ganz anders. Jetzt geht der „Spieletisch“ rund um die Welt und vereint die Menschen im vernetzten Spiel erneut – dieses Mal allerdings über das WEB. So spielt die Facebook-Gemeinde Farmerama, Pet Society, Galaxy Life, Rummikub, Bubble Island & Co.

Auberginen oder Artischocken pflanzen, Unkraut jäten, Schweine züchten – Millionen Mitglieder des Online-Netzwerks Facebook beschäftigen sich beim kostenlosen Game Farmerama ausgiebig mit der Bewirtschaftung ihres virtuellen Bauernhofs. Sie müssen immer alles im Blick haben. Wer nicht rechtzeitig erntet, verliert Punkte, weil das Gemüse verwelkt. Mehr Punkte bekommt dagegen, wer viele befreundete Bauern in der Nachbarschaft hat, die einem auch mal ein Schwein schenken können. Mehr als 70 Millionen Teilnehmer beschäftigen sich hingebungsvoll mit dem bekanntesten Game Farmerama. Andere Spiele, die dem selben Prinzip folgen, heißen Cafe World, Happy Aquarium oder Pet Society.

Die „kleinen Holz- oder Plastikmännchen“ vom Spielbrett alter Tage sind mitsamt dem Würfelbecher den lebendig wirkenden Pixeln aus Bits und Bytes gewichen. Das Prinzip „Gemeinsamkeit“ und „Gemeinschaft“ ist zurückgekehrt. Wenn auch gänzlich anders, nicht am gleichen Tisch im gleichen Raum sondern eventuell mit weltweit verteilten Spielern.