Vom Hobby-Zocker zum Millionär?

Auf den ersten Blick sind E-Sport-Conventions mit einem normalen Sportwettbewerb vergleichbar. Mehrere Personen aus verschiedenen Kontinenten trainieren mehrere Stunden pro Tag und duellieren sich anschließend medientauglich. Die Übertragung dieser Duelle erfolgt in mehreren Sprachen vor Millionen von Zuschauern – eben wie beim realen Sport. Aber der körperliche Einsatz der Probanden ist bei diesem Wettbewerb namens ‚League of Legends’ nicht gefragt!

Muskelkraft adé: Nun sind Maus und Tastatur gefragt!

Die Rede ist vom elektronischen Sport, dem so genannten E-Sport. Da Muskelkraft und Ausdauer der Maus und Tastatur weichen, sind es vor allem das strategische Denken und eine schnelle Reaktionsfähigkeit, die die Spieler mitbringen müssen. Um sich bei der ‚League of Legends’ zu duellieren, treten zwei Teams – jeweils bestehend aus drei bis fünf Spielern – gegeneinander an. Am Ende gewinnt die Mannschaft, die das Hauptquartier des anderen Teams zerstört hat. Dieses Game gilt noch immer als Vorreiter für eine ganze Spiele-Bewegung, den E-Sport. Denn erstmals hat ein Spiel in dieser Form Millionen von Zockern in seinen Bann gezogen.

Coca Cola unterstützt diesen Trend aus gutem Grund

Auf diesen enormen Popularitäts-Zug springen Unternehmen wie Coca Cola sofort auf. Während die Spieler schon vor geraumer Zeit von Samsung unterstützt wurden, sponsert Coca Cola seit einigen Monaten eine komplette Nachwuchsliga. Matt Wolf als Vorsitzende der Gamingsparte des Unternehmens begründet diesen Schritt damit, die Aufmerksamkeit der Spieler noch stärker auf sich zu richten. Denn in dem Zeitraum, in dem sich die Menschen mit den Spielen befassen, starren sie nicht auf Plakate oder Anzeigen. Coca Cola weiß es zu schätzen, diese Plattform zu nutzen, auf der sich die Spieler permanent untereinander austauschen. Die Plattform ist mittlerweile sogar schon sehr populär, dass einige Spieler längst den Status eines Spitzensportlers erreicht haben.

Professionelle Spieler erhalten bei Bedarf ein Visum für die USA

Mittlerweile hat sich der E-Sport-Trend derart etabliert, dass sogar die US-amerikanische Regierung dieses Phänomen als eigenständige Sportart anerkannt hat. Damit ebnet die US-Regierung professionellen Spielern den Weg, um ein Visum zu erhalten, das speziell für Spitzensportler ausgestellt wird. Eine Folge dieses Visums ist, dass die Spieler problemlos in den USA trainieren können. Nebenbei berechtigt das Visum die Gamer ebenfalls, an Conventions teilzunehmen und im Bestfall extrem hohe Preisgelder zu erhalten. Das Gewinnerteam der ‚League-of-Legends’-WM 2013 konnte beispielsweise eine Million US-Dollar auf seinem Konto verbuchen.